Welche Symptome können auftreten?

Schnarchen kann eine mehr oder weniger große akustische Belastung für die Person und ihre Umgebung sein. Bei den Betroffenen kann Schnarchen mit Einschlaf- und Durchschlafstörungen, morgendlichen Kopfschmerzen / Mundtrockenheit, verminderter Konzentrations- oder Leistungsfähigkeit und Tagesmüdigkeit / Einschlafneigung einhergehen. Dies sind die ersten Anzeichen dafür, dass es sich nicht nur um Schnarchen, sondern um obstruktive Schlafapnoe (OSAS) handelt. Dies kann zu ernsthaften Beschwerden oder Krankheiten führen. Welche Ursachen hat Schnarchen? Durch die Verengung der oberen Atemwege verlangsamt sich der Luftstrom und das notwendige „Luftpolster“ hinter den Weichteilen (Gaumensegel, Zäpfchen und Zungengrund) wird kleiner. Wenn diese Weichteile zu vibrieren beginnen, kann dies Schnarchen verursachen. Bei Kindern sind die häufigste Ursache vergrößerte Mandeln und Tonsillen. Bei Erwachsenen ist das Problem komplexer. Häufige Ursachen: Beeinträchtigte Nasenatmung: entweder durch geschwollene Schleimhäute (z. B. laufende Nase, chronische Nasennebenhöhlenentzündung, Allergien) oder durch anatomische Veränderungen (z. B. Nasenpolypen, vergrößerte Nasenhöhlen, Nasenscheidewandverkrümmung); Vergrößerung des Gaumens, des Zungengrundes, der Mandeln oder des Zäpfchens; Verschiebung der Kiefer („Malocclusion“); Muskelschwäche in den oberen Atemwegen (weicher Gaumen, Rachen): tritt häufiger mit zunehmendem Alter, nach Einnahme von Schlafmitteln oder Alkohol auf. Fettleibigkeit und Rauchen führen zu einer Anhebung des Zwerchfells. Infolgedessen kann sich die Lunge nicht optimal ausdehnen und es wird weniger Luft pro Atemzug eingeatmet. Das bedeutet, dass auch der Luftstrom schwächer ist und das „Luftpolster“, das die Weichteile bedecken soll, kleiner ist. Schnarchen tritt unter diesen Bedingungen häufiger auf. Auch eine erbliche Komponente wurde diskutiert. Darüber hinaus können auch genetische Defekte wie Trisomie 21 mit Schnarchen bei Kindern in Verbindung gebracht werden. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ist das Auftreten von Schnarchen abhängig von Alter und Geschlecht. Die höchste Prävalenz findet sich im mittleren und höheren Alter, mit 20 bis 46 Prozent bei Männern und acht bis 25 Prozent bei Frauen. Schnarchen kann aber auch in der Kindheit auftreten.

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