Wie verändert sich der Schlaf im Alter und bei Pflegebedürftigkeit?

Die Schlafgewohnheiten ändern sich im Laufe des Lebens. Ältere Menschen wachen zum Beispiel eher nachts und früher am Morgen auf. Sie schlafen zu anderen Zeiten als früher – zum Beispiel gehen Sie früher zu Bett oder gehen ins Bett. Diese Veränderung des Schlafverhaltens ist an sich kein Problem, aber es stellt sich die Frage, ob sich das Schlafverhalten so stark verändert, dass es zu anhaltendem Schlafmangel führt und sich negativ auf die Gesundheit und das tägliche Leben auswirkt.
Mit zunehmendem Alter, Demenz oder Pflegebedürftigkeit steigt das Risiko von Schlafproblemen. Mögliche Ursachen sind der nächtliche Gang zur Toilette, Schmerzen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder unruhige Beine. Aber auch psychische Probleme, wie z. B. ängstliche Gedanken, können zu Schlafproblemen führen. Manchmal werden sie sogar noch ausgeprägter, wenn man körperlich nicht aktiv ist, sich einsam fühlt oder nicht genug gefordert wird.
Vor allem bettlägerige Menschen, die Tage und Nächte im Bett verbringen, laufen Gefahr, das Zeitgefühl zu verlieren. Das hat zur Folge, dass sie zwar viel Ruhe haben, aber nicht mehr gut schlafen können.
Menschen mit fortgeschrittener Demenz schlafen auch aufgrund der Krankheit weniger tief. Dies kann sogar zu einer so genannten Tag-Nacht-Umkehr führen. Die Person bleibt dann nachts wach und sucht nach Dingen, die sie tun kann. Vielleicht verlässt sie sogar die Wohnung. Tagsüber ist sie müde, nickt ein, und nachts kann sie nicht mehr einschlafen.
Bewohner von Pflegeheimen haben manchmal Schlafprobleme, die auf Umweltfaktoren zurückzuführen sind: Dazu gehören Störung und Lärm, helle und stickige Raumluft sowie Störung durch Pflegepersonal oder Mitbewohner.

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